Vergissmeinnicht mit Biene

Das Attensaat-Vergissmeinnicht lockt das erste Bienchen an.

 

Was tun, wenn man die Natur und das Gärtnern liebt, aber dafür einfach nicht die passende Spielwiese hat?

Unsere zwei Balkone haben wir Euch ja bereits kurz vorgestellt. Aber eigentlich gehört zum richtigen Gärtnern ja auch, die wilde Natur zu zähmen: Samenkörner oder Setzlinge in dem Boden von Mutter Natur ein neues Zuhause zu geben, worin sie zu stattlichen Pflanzen gedeihen können. Ein eigener Garten wäre für uns ein Traum!

Aber so machen wir ganz im Sinne des Guerilla Gardenings verwildertes, ungepflegtes Stadtland zu unserem kleinen Vorgarten. Unser erstes Projekt: zwei Baumscheiben direkt vor unserem Haus.

Beet 1 vor dem Attensaat.

 

Hier wuchsen rund um die Bäume nur langweilige Bodendecker, die aber immerhin als Sichtschutz für den Plastikmüll dienten, der sich darunter verbarg. An einem schönen Sonntag im Frühjahr packten wir Eimer, Schere, Graber und einen Sack Erde und los ging das Verschönerungsprojekt.

Die Bodendecker entfernten wir großzügig. Die Erdlöcher füllten wir mit frischer Blumenerde wieder auf.  Und dann durften viele bunte Blumen hier einziehen:

In Beet 1: eine Margeritenstaude, Narzissen (die mittlerweile natürlich schon wieder verblüht sind), leuchtend orangefarbene und gelbe Tagetes und Vergissmeinnicht.

Beet 1 erblüht nach dem Guerilla Gardening Einsatz.

 

In Beet 2: Tagetes, Stiefmütterchen, Narzissen (natürlich auch schon verblüht) und seit 2 Wochen Radieschen!

Das Beste an unserem okkupierten Blumenbeet: Auch die Passanten freuen sich! Schon beim Gärtnern wurden wir von vielen Radfahrern und Fußgängern gelobt und lernten so auch Gleichgesinnte kennen. Und auch wenn wir auf dem Balkon sitzen und von oben auf unsere Baumscheiben-Attensaat-Beete herunterblicken, sehen wir häufig, dass sich die Leute lächelnd nach den bunten Tupfern umschauen.

Wir halten Euch natürlich weiter auf dem Laufenden, wie sich diese zwei kleinen Beete so weiterentwickeln.