Junge Salatpflanzen durch den Salatbaumstamm.
Junge Salatpflanzen durch den Salatbaumstamm.

 

Wer seinen Balkon zum Gärtnern nutzt, der kennt das Problem: Der zur Verfügung stehende Platz reicht eigentlich nie aus, um all das zu pflanzen, was man eigentlich gerne selbst ziehen würde. Wäre es da nicht schön die paar Quadratmeter optimal zu nutzen und nicht nur horizontal, sondern auch vertikal zu gärtnern? Wie wäre es denn beispielsweise damit, zwölf Pflücksalate auf der Fläche eines Pizzatellers zu kultivieren? Geht nicht? Geht doch!

Das Ganze nennt sich dann Salatbaum. Als wir das erste Mal davon gehört haben waren wir sofort Feuer und Flamme. Kurzentschlossen haben wir uns dann in das Thema eingelesen und einen eigenen Salatbaum gebaut – und den Bau natürlich dokumentiert. Hier also die Anleitung, viel Spaß beim Lesen und Nachbauen!

EDIT: Inzwischen haben wir auch eine plastikfreie und optisch viel ansprechendere Variante entworfen und umgesetzt. Hier der Link zum plastikfreien Salatbaum.

Das benötigte Material für den Salatbaum.
Das benötigte Material für den Salatbaum.

 

Das benötigte Material
Bevor wir mit dem Bau anfangen also erst einmal eine Übersicht der benötigten Materialien. Wir brauchen ein Abflussrohr, das nachher als Stamm des Salatbaums fungieren wird. Die benötigte Größe hängt letztlich von den Plänen und Gegebenheiten ab. Wir haben uns für ein etwa ein Meter langes Rohr entschieden.  Außerdem noch ein Untersetzer und ein Topf, der groß genug ist, damit das Rohr hineinpasst und drum herum noch genug Platz für etwas Erde ist. Bei einer Rohrlänge von einem Meter und mehr sollte noch ein Drainagerohr eingeplant werden. Zu diesem Zweck haben wir ein zusätzliches dünnes Rohr und kleinkörnigen Kies besorgt. Dann eigentlich nur noch torffreie Bioblumenerde und junge Pflänzchen.

Als Werkzeug reicht ein Akkubohrer, ein Steckdosenaufsatz für Holz, ein kleiner Holzbohrer (ungefähr ⌀ 4), gegebenenfalls eine kleine Säge zum Kürzen des Drainage- und/oder Abflussrohrs. Und für die Ästheten unter Euch eventuell noch etwas Schleifpapier.

 

Bohrung der Pflanzlöcher.
Bohrung der Pflanzlöcher.

 

Vorbereitung der Rohre
Der erste Schritt ist nun die Präparation der Rohre. Hierbei werden die benötigten Pflanzlöcher, in unserem Fall zehn Stück, in das Rohr gebohrt. Drei Dinge sollten beachtet werden: Zum einen muss der Abstand groß genug sein, dass die ausgewachsenen Pflanzen darin gut gedeihen können. Dann sollten die Löcher versetzt gebohrt werden, damit der Stamm die notwendige Stabilität nicht verliert, und zu guter letzt sollten die Pflanzlöcher nicht bis zum Ende des Rohres gesetzt werden, da dieses später im Übertopf verschwindet, damit der fertige Salatbaum Wind und Wetter trotzen kann und nicht umfällt.

Der fertige Salatbaumstamm nach der Bohrung.
Der fertige Salatbaumstamm nach der Bohrung.

 

Die Vorbereitung des Drainagerohrs erfordert eine Erklärung: Unsere Versuche haben uns gezeigt, dass ein unten offenes, gleichmäßig durchbohrtes und mit Kies gefülltes Rohr als Drainage nicht besonders hilfreich ist. Zwar bekommen die Pflänzchen am unteren Ende des Rohrs jede Menge Wasser, doch die Pflanzen weiter oben am Stamm gehen fast leer aus. Die Lösung? Ganz einfach: Das dünne Drainagerohr wird am unteren Ende umgeknickt oder zusammengebogen, sodass das Gießwasser nicht direkt hinauslaufen kann, sondern sich staut. Außerdem wird der Abstand der Löcher von oben nach unten immer größer. Während wir also am oberen Ende des Drainagerohrs noch etwa ein Loch pro qcm bohren, reduzieren wir es schrittweise, bis wir am unteren Ende des Rohres nur noch etwa ein Loch auf 8 qcm bohren. Das sorgt dann für eine gleichmäßigere Verteilung des Gießwassers, wenn das Drainagerohr befüllt wird.

Topf mit Kiesdrainage.
Topf mit Kiesdrainage.

 

Es kommt zusammen, was zusammen gehört.
Nun bauen wir den Baum endlich zusammen: Zuerst stellen wir das Pflanzgefäß auf den Untersetzer und befüllen das Pflanzgefäß mit einer niedrigen Drainageschicht aus Kies oder Keramikscherben.

Salatbaumstamm mit Drainagerohr.
Salatbaumstamm mit Drainagerohr.

Dann füllen wir den Topf mit etwas Blumenerde, drehen das perforierte Baumstammrohr hinein und platzieren schließlich das Drainagerohr in der Mitte.

Salatbaumstamm gefüllt.
Salatbaumstamm gefüllt.

Im letzten Schritt wird der Salatbaumstamm nun vorsichtig mit Erde gefüllt. Damit die Blumenerde nicht sofort wieder herausfällt, bietet es sich an, den Stamm vor dem Befüllen mit feuchter Zeitung zu umwickeln und diese direkt nach dem Befüllen und Verdichten wieder zu entfernen.

Der bepflanzte Salatbaum.
Der bepflanzte Salatbaum.

 

Die Bepflanzung
Nun gestaltet es sich denkbar einfach den fertigen Baumstamm auch noch zu bepflanzen: Mit der Hand ein Loch in die Erde drücken, die Setzlinge vorsichtig hineingeben und eventuell mit etwas Erde nachstopfen. Jetzt noch angießen und genießen!

Vier Wochen später…
Hier nun noch ein Bild, das den Salatbaum etwa vier Wochen nach der Bepflanzung zeigt: Die Setzlinge sind super angegangen und die hochgezüchteten ersten Blätter baumeln noch immer etwas traurig herum. Doch dafür sind die nachwachsenden Pflücksalate richtig kräftig und gesund. Wir werden hier von Zeit zu Zeit berichten, wie sich der Salatbaum so durch den Sommer und bei hohen Temperaturen schlägt.

Nun wünschen wir Euch viel Spaß beim Nachbauen und freuen uns schon auf Eure Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge, Erfahrungsberichte und natürlich Fotos!

Und wenn Ihr nun noch immer nicht genug habt vom Gärtnern auf dem Balkon oder auf kleiner Fläche, dann findet Ihr hier noch ein tolles Buch mit allem was das Balkongärtnerherz begehrt. Übrigens herausgegeben von Arche Noah: Handbuch Bio-Balkongarten: Gemüse, Obst und Kräuter auf kleiner Fläche ernten. Viel Spaß beim Lesen!

Edit: Wir haben hier nun auch endlich geschafft einen plastikfreien Salatbaum zu entwerfen und zu bauen. Den Artikel zur neuen Anleitung findet Ihr hier: Salatbaum 2.0 – nachhaltig und plastikfrei.

Unser Salatbaum nach vier Wochen.
Unser Salatbaum nach vier Wochen.
Vertikales Gärtnern auf dem Balkon – der Salatbaum-Workshop
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37 thoughts on “Vertikales Gärtnern auf dem Balkon – der Salatbaum-Workshop

  • 20. März 2013 bei 08:41
    Permalink

    einfach genial, das probiere ich auch mit Erdbeeren aus, Danke für den Tipp

    Antwort
    • 20. März 2013 bei 12:08
      Permalink

      Ach, das ist ja witzig. Wir wollen unseren Salatbaum in diesem Jahr auch in einen Erdbeerbaum umfunktionieren. Außerdem wollen wir noch versuchen einen Mischkulturbaum zu bauen. :)

      Antwort
  • 3. April 2013 bei 20:45
    Permalink

    Cool, aber ich würde nicht die orangen Rohre nehmen. Wenn man sowiso ein Rohr kaufen muss, dann besser ein graues, da die aus PP sind und nicht wie die orangen aus PVC…
    PP gibt auch vieeeeel weniger chemische Stoffe, wie weichmacher etc, an den Salat ab…

    Antwort
    • 3. April 2013 bei 20:59
      Permalink

      Oh! Danke, Becca, das ist ein super Hinweis, den wir dann bei unserem Mischkultur-Salatbaum auf jeden Fall berücksichtigen werden. Wir wussten bisher nicht, dass die orangen immer aus Polyvinylchlorid und die grauen aus Polypropylen sind. Dankeschön und lieben Gruß!

      Antwort
  • 14. April 2013 bei 07:27
    Permalink

    Das mit den Schadstoffen ist ein Argument!!
    Die Sache hat nur einen Nachteil , die grauen Rohre sind nicht
    UV beständig , und werden brüchig !!!!!!!

    Antwort
    • 17. April 2013 bei 10:55
      Permalink

      Wir arbeiten an einer Lösung, die all diese Probleme von vornherein ausschließt und nachhaltiger sein wird. Kann sich nur noch um einige Wochen handeln.

      Viele Grüße
      Der Attensäter

      Antwort
  • 17. April 2013 bei 10:12
    Permalink

    Das mit dem Drainagerohr ist mir nicht ganz klar.

    Heißt das also, dass ich bei einem Salatbaum mit 1,50m Höhe ein zusätzliches Rohr derselben Länge in der Mitte platziere, wo dann der Kies und die Löcher reinkommen.
    Und rum um das Rohr wird dann die Erde gefüllt oder ^^

    Aber die Anleitung ist echt Bombe!!!

    Antwort
    • 17. April 2013 bei 10:53
      Permalink

      Hey Lary,
      Ja grundsätzlich schon. Obwohl wir das inzwischen anders bauen würden und in kurzer Zeit auch ein Update zur Anleitung veröffentlichen werden – ohne problematische Kunststoffe etc.

      Nun zu den Änderungen: Die Erfahrung zeigt, dass das Drainagerohr trotz Kiesfüllung eine zu große Durchflussgeschwindigkeit hat, wodurch sehr viel Wasser unten landet und sehr wenig in der Mitte. Deshalb zwei Optionen, die wir uns überlegt haben: Entweder man halbiert das Drainagerohr, sodass es sich nur in der oberen Hälfte des Salatbaums befindet. Dann gießt man die obere Baumhälfte von oben direkt auf die Erde und die untere Hälfte durch das Rohr. Oder aber eine zweite Variante: das Drainagerohr wie gehabt in kompletter Länge, dann aber unten verstopft (beispielsweise durch einen Stopfen, den man aus einem alten Korken herstellen könnte). Nun wird natürlich im unteren Teil des Drainagerohrs am meisten Druck herrschen und das Wasser am längsten stehen, sodass noch immer ubten viel mehr Wasser austritt als oben. Um dem entgegenzuwirken, würde es sich anbieten unten ganz wenige Löcher ins Drainagerohr zu bohren und nach oben hin immer mehr. Der Effekt ist klar: Durch die Zahl und größe der Löcher, kann man dann relativ genau steuern, wieviel Wasser an welcher Stelle austritt.

      Ich hoffe beide Überlegungen sind einigermaßen verständlich, ansonsten kannst Du Dich ja einfach nochmal melden!

      Viele Grüße
      Der Attensäter

      Antwort
      • 17. April 2013 bei 12:48
        Permalink

        Die erste Idee find ich auf Anhieb ansprechender, praktisch 2 „Gießöffnungen“ zu haben.

        Das mit den Kunststoffen ist ein echtes Argument, bin schon echt gespannt auf die neue Anleitung. Die Rohre sind halt verdammt praktisch, wetterbeständig, leicht zu verarbeiten – womit diese Vorteile ersetzen – îch hab keine Idee gehabt, hab ja auch schon überlegt ^^

        Wer echt Super wenn ihr die noch vor den Eisheiligen raushauen würdet ^^

        Antwort
        • 27. März 2016 bei 13:01
          Permalink

          Hallo … ganz ehrlich ? Ihr macht mich glücklich 😀
          Ich finde die Idee genial, super leicht umzusetzen und mit den unterschiedlich angebohrten Löchern im Drainagerohr sicherlich auch effektiv. Ich denke, dass sich andere Kulturen ebenso mit einbauen lassen.
          Ganz lieben Dank für eure Vorschläge
          die Ines

          Antwort
          • 6. April 2016 bei 21:54
            Permalink

            Ohhhhhh! Was für ein nettes Kompliment. Es gibt doch nichts Schöneres als Menschen glücklich zu machen :-)

      • 21. April 2013 bei 10:33
        Permalink

        hi attensäter! jaaa ich bin auch sehnlichst am warten auf eine „gesündere“ lösung, sprich möglichst ohne weichmacher später im salat. und dann hab ich noch ne frage: so im baumarkt krieg ich solche rohre nur mit maximal 10cm durchmesser…sollte schon mehr sein, oder wieviel war euer rohr hier im versuch? danke euch! :)

        Antwort
        • 21. April 2013 bei 21:36
          Permalink

          Hey, ja, wir freuen uns über das rege Interesse und wir spielen gerade drei Optionen durch, von denen aber wohl nur eine wirklich praktikabel sein wird. Allerdings brauchen wir dafür noch ein bisschen Material und das haben wir leider hier nicht bekommen und warten deshalb noch einige Antwortmails ab. Aber wir versuchen das schon in den nächsten 14 Tagen hinzubekommen. Ach ja, der Rohrdurchmesser lag bei etwa 16 cm.

          Liebe Grüße
          Der Attensäter

          Antwort
      • 6. April 2015 bei 20:01
        Permalink

        Habe mal eine Frage zum Drainagerohr.Ich habe jetzt ein 110mm Rohr mit Lochsäge bearbeitet.
        Geplante Salatbaumhöhe etwa 1,30m,von denen aber 30cm im Topf verschwinden.

        Wirklich 1 4mm Bohrloch pro Quadratcentimeter im oberen Bereich?
        Habt ihr Drainagerohrfüllung mal mit Blähton o. Perlite versucht?

        Dachte an sowas ,würde aber einen TG(eine Art dünnen langen Baumwollstrumpf) in Meterlänge damit befüllen.Und dann halt ins Pflanzrohr,unten Korken rein.

        Pflanzrohr wollte ich ganz unten Blähton rein machen darüber Kompost(nur der Teil,der eh im Topf verschwindet) Pflanzrohr dann in einen Topf mit Kies o. Blähton als Drainageschicht. Ggfalls mit Infusionssystem Tröpfchenbewaesserung…

        Antwort
  • 22. April 2013 bei 20:36
    Permalink

    Hallo,

    die Idee einen Salatbaum zu bauen beschäftigt mich ebenfalls schon eine Zeit lang. Da ich auch auf Kurstoffröhren verzichten möchte, dachte ich mir einen Baum aus einen Zink Regenabflussrohr zu bauen. Wisst ihr ob, abgesehen vom geringeren Durchmesser, etwas dagegen spricht?

    Viele Grüße
    helm

    Antwort
    • 22. April 2013 bei 22:12
      Permalink

      Hallo Helm,
      Ehrlich gesagt kenne ich mich nicht mit den zur Verfügung stehenden Durchmessern bei Regenabflussrohren aus. Allerdings sollte das Rohr ja nicht zu dünn sein…
      Aber vom Material her kann ich Dir nicht wirklich weiterhelfen. Nur so viel, dass ich noch nie gehört habe, dass das bedenklich sein könnte. Vielleicht weiß ein anderer Leser ja Rat?
      LG
      Der Attensäter

      Antwort
  • 23. April 2013 bei 09:53
    Permalink

    ob so ein zinkrohr dann was schädliches abgibt, weiss ich auch nicht. allerdings hab ich mir überlegt, dass es ja schon auch zT an sisyphusarbeit grenzt, wenn man so schadstoffquellen umgehen will… habs einfach gestern grad bei mir gemerkt (hab neu angefangen mit nem gärtchen), wenns ums regenwasser sammeln geht. wenn ich das in ner kunststofftonne sammle oder in der kunststoffgiesskanne, dann kommt es wohl auf die kunststoffröhre mehr oder weniger auch nicht drauf an…oder wie seht ihr das?
    oh und noch eine andere frage zum salatbaum: habe kopfsalat-setzlinge aus dem müll gerettet. ob es auch mit kopfsalat hinhaut im salatbaum? ich danke euch für eure einschätzungen!:)

    Antwort
    • 23. April 2013 bei 14:15
      Permalink

      Hallo aramatique,

      also zum Kunstoffverzicht: Es ist gut den Kunststoffeinfluss wo immer es geht zu reduzieren. Grundsätzlich gilt: Je länger bspw. Wasser in Kontakt zu Platik ist, desto mehr Teilchen werden sich lösen und ins Plastik übergehen. Nun gibt es ja Platikverbindungen, die als unbedenklicher gelten als andere. So sollte man PVC komplett vermeiden. PP ist hingegen nicht so schlimm und wird als Teichfolie bspe. auch als „Öko“ angepriesen (was auch immer hinter deiesem Begriff stecken mag. Allerdings ist das Substrat beim Salatbaum ja extrem lange in Kontakt mit dem Substrat. Deshalb bietet sich hier eine andere Lösung an. Bei der Regenwassertonne gebe ich Dir Recht. Das Problem ist ja auch, dass andere Baustoffe einfach nicht funktionieren, so würde ein Holzfass bspw. undicht, wenn es mal leer stünde. Auch Jauchen soll und kann man soweit ich weiß nicht in Metallgefäßen ansetzen, sondern muss auf Platik zurückgreifen. Aber vielleicht wäre das auch mal eine Recherche, einen Artikel und eine Diskussion wert. Nach dem Motto: „Gärtnern ohne Platik? Alternativen zu Gießkanne, Regentonne, Schlauch und Co.“

      Gerade im Bereich Urban Gardining und Gärtnern auf dem Balkon bietet Kunststoff zumindest aufgrund des geringen Eigengewichts einen kleinen Vorteil…

      Und zur anderen Frage: Es spricht prinzipiell wohl nichts gegen Kopfsalat, es sei denn, die Salatköpfe können irgendwann nicht mehr durch das Wurzelwek gehalten werden. Ein solcher Fall ist mir allerdings noch nie zu Ohren gekommen. Allerdings haben wir immer Pflücksalate bevorzugt, da diese ja immer wieder schön nachwachsen :)

      LG
      Der Attensäter

      Antwort
      • 24. April 2013 bei 09:43
        Permalink

        heeey attensäter! danke vielmals für deine ausführlichen antworten und einschätzungen, das ist grandios und sehr hilfreich:)
        ja, werde den kopfsalat wohl ins beet setzen und ins rohr pflücksalat, das leuchtet ziemlich ein;)
        hmm ich werd versuchen, das rohr, das ich heut oder morgen krieg mit solcher teich-folie auszukleiden innen…könnte knifflig werden, aber ich wills versuchen…

        Antwort
        • 24. April 2013 bei 10:55
          Permalink

          Hey,
          sehr gerne! Wir haben auch mal darüber nachgescht sas Rohr auszukleiden, uns aber dann letztlich doch dagegen entschieden, weil wir nicht wussten, wie wir die Folie anständig befestigen sollten, wie wir das Ganze unter der Erde umsetzen sollten etc.

          Allerdings sind wir ganz gespannt auf Deinen Erfolg! Vielleicht kannst Du ja ein paar Bilder auf der Attensaat-Facebook-Seite hochladen. Das wäre super.

          Wir haben uns zwei ganz ander Varianten überlegt. Das benötigte Material ist auch inzwischen fast komplett angekommen, sodass wir vermutlich am Wochenende eine neue Variante und Anleitung veröffentlichen können.

          LG
          Die Attensäter

          Antwort
  • 27. April 2013 bei 08:58
    Permalink

    Hi.. ich werd mir heut mal das ganze Material checken.

    Frage: Füllt Ihr in das Drainagerohr Kieselsteine oder so ein?. oder lässt ihr das Leer?

    LG
    Mike

    Antwort
    • 27. April 2013 bei 10:29
      Permalink

      Hallo Mike,

      bei dem im Workshop gezeigten Modell haben wir das gemacht. Allerdings haben wir gemerkt, dass das Wasser trotzdem nicht stark genug verlangsamt wird und der mittlere Bereich des Baums dann trotzdem nicht bewässert wird. Ich hatte in einem früheren Kommentar schon mal zwei weitere Möglichkeiten für eine Bewässerung via Drainagerohr beschrieben. Wenn wir das zeitlich hinbekommen werden wir heute einen entsprechenden Baum (aber komplett ohne Kunststoff bauen) und morgen eine entsprechenden Workshop posten.

      LG
      Die Attensäter

      Antwort
  • 28. April 2013 bei 11:08
    Permalink

    Hallo zusammen,
    wie angekündigt, hier nun die neue Anleitung mit nachhaltigem Konzept:
    Salatbaum 2.0 – nachhaltig und plastikfrei Antwort

  • 4. Mai 2013 bei 10:29
    Permalink

    Hallo
    super Idee. Wie viel Abstand muss den zwischen den Löchern sein?
    LG
    Maria

    Antwort
    • 4. Mai 2013 bei 15:06
      Permalink

      Hallo Maria,
      der Abstand der Löcher hängt mit der dicke des Rohrs zusammen. Wir haben immer versucht, dass jeweiks etwa nur ein Loch rund herum in der gleichen Höhe war.

      Allerdings hier auch noch der Hinweis, dass wir inzwischen einen neuen Artikel veröffentlicht haben, der einen Salatbaum zeigt, der ohne Plastik auskommt, sodass der Salat umd das Substrat nicht belastet ist!

      LG
      Der Attensäter

      Antwort
  • 10. Mai 2013 bei 19:54
    Permalink

    liebe attensäter!
    also mein baum steht:) wollte ja teichfolie nehmen, um den innen auszukleiden wegen dem plastik, im laden haben die mir allerdings gesagt, die sei auch aus pvc..lach
    bin dann zu den folien und vliesen und hab mir da so ein unkrautvlies geschnappt (schwarz, aus pp) – allerdings ist das natürlich wasserdurchlässig und ich werd irgendwie das gefühl nicht los, diese innenauskleidung ist nur kosmetik und von psychologischem nutzen;) aber tja, es fühlt sich immerhin etwas besser an:)
    das reinmachen ging gar nicht schlecht. hab den stoff zuerst um das rohr gewickelt, mit nadeln festgesteckt, dann etwas enger zusammengenäht und rein damit ins rohr. erst als die erde im rohr war, hab ich die löcher auch aus dem stoff rausgeschnitten. so hat man auch gleich das problem gelöst, dass während dem einfüllen erde aus den löchern fällt :) nun hoff ich das funzt mit dem salat und den erdbeeren!
    wie ging es eurem salat eigentlich jenseits von den vier wochen, die ihr im bild dokumentiert habt? bei mir schlampt bereits einer, hoffe der fängt sich wieder.
    habe übrigens das drainagerohr, obwohl der baum nur knapp nen meter hoch ist, mit eingebaut und zwar nach der variante bis in die hälfte, das scheint mir gut zu funktionieren!
    liebe grüsse und danke für eure inspiration!
    aramatique
    ps: bin nicht auf FB, kann dort also kein foto posten

    Antwort
    • 10. Mai 2013 bei 21:39
      Permalink

      Hallo aramatique,

      wow, danke für den ausführlichen Bericht. Schön, dass das alles so gut geklappt hat.

      Kurz zu deiner Frage: Unser Salatbaum hat eigentlich super funktioniert, allerdings hatten wir auch zwei Salate, die geschwächelt haben. Das war aber wirklich ein Bewässerungsproblem. Deshalb haben wir ja einige Verbesserungen vorgeschlagen. Ich glaube die von dir gewählte Variante ist optimal. Allerdings ist die Bewässerung insgesamt auch das Hauptproblem beim Salatbaum. Gerade im Hochsommer und bei viel Sonne neigt der Baum zum Austrocknen. Was an sich nicht schlimm ist, aber in richtigen Hitzeperioden muss man ggf. schon abends und morgens gießen.

      Ich habe gerade nochmal schnell gesucht, aber leider haben wir scheinbar wirklich keine Bilder mehr gemacht vom Salatbaum zu einem späteren Zeitpunkt im vergangenen Jahr :(

      Viele Grüße
      Der Attensäter

      Antwort
  • 14. April 2014 bei 16:47
    Permalink

    Hallo,
    ich habe den Slatbaum jetzt auch nachgebaut. Vielen Dank für die Anleitung hier. Nur eine Sache verstehe ich nicht: wenn ich gieße, fließt eine Menge Erde aus dem Rohr. Wenn ich das so weitermache, habe ich in ein paar Wochen fast keine Erde mehr darin.
    Wie habt Ihr das geregelt?
    Beste Grüße, Jacob

    Antwort
    • 29. April 2014 bei 20:06
      Permalink

      Hallo Jacob,

      bitte entschuldige die späte Antwort. Wir hatten das Problem auch und haben die Erde rund um die Pflanzen verdichtet. Das hat das Problem stark reduziert.
      Falls das bei Dir nicht reicht, hatten wir noch eine weitere Überlegung. Nämlich kleine flache Schieferstücke oberhalb der Pflanzen quer in die Erde zu legen, sodass das Wasser dann eher seitlich um die Löcher geleitet wird. Die Wurzeln werden entsprechend wachsen und das Problem sollte damit auf jeden Fall gelöst sein.

      Viele Grüße und viel Spaß mit dem Baum!

      Antwort
  • Pingback: Salatbaum und Kartoffelturm | Stadt, Land, Fluss & Ich | chillr.deStadt, Land, Fluss & Ich | chillr.de

  • 24. Juni 2014 bei 12:24
    Permalink

    Vielen Dank für diese absolut tolle Seite mit den besten Infos und vielen Erfahrungen!

    Mein Salatbaum steht heuer das zweite Jahr. Weil ich zu faul war, habe ich die Erde nicht gewechselt und alles den Winter über draußen stehen gelassen.
    Heuer im Frühjahr habe ich Leguminosen (Stickstoffsammler) angebaut, Regenwürmer angesiedelt und anfangs mit gekauftem Bio-Dünger gedüngt, da es nicht so recht wuchs.

    Wenn ich momentan was neues rein pflanze, stoße ich auf sehr, sehr viele lebendige Wurzeln. Die gehen von oben nach unten und auch andersrum.

    Ich dachte nun, dass einige Pflanzen nicht gut gedeihen, weil die Wurzeln zu wenig Platz haben. Aber wenn ich andere Bäume sehen, sind die weitaus dichter bepflanzt und die Pflanzen sehen sehr gut aus.
    Daher vermute ich einfach, dass es mit alter Erde nicht funktioniert.

    Nun meine Fragen:
    Tauscht ihr die Erde jährlich aus oder funktioniert es auch mit der vorigen bzw. über welchen Zeitraum?
    Habt ihr Bodenlebewesen drin?

    Vielen Dank schon mal im Voraus für die Antworten.

    Viele Grüße
    Peso

    Antwort
    • 23. Juli 2014 bei 09:38
      Permalink

      Hallo und sorry für die späte Antwort.

      wir haben einige Experimente in den vergangenen Jahren durchgeführt. Aus unserer Sicht hat sich bewährt in den Pflanzlöchern im Topf aber vor allem oben Erde durch Kompost auszutauschen.
      Außerdem haben wir die Bepflanzung der Bewässerungsproblematik angepasst. Deshalb pflanzen wir im oberen Bereich eher Kräuter, die mit der Drainagewirkung der Baumkonstruktion gut zurecht kommen. Die Fausformel lautet bei uns: Je mehr Wasserbedarf, desto tiefer im Baum.

      Bodenlebewesen kommen nur druch den Kompost mit. Allerdings haben wir die Erde mit Mykorrhiza-Sporen geimpft.

      Viele Grüße
      Der Attensäter

      Antwort
  • Pingback: Die 5 besten Gemüsesorten für Balkongärten

  • 7. März 2017 bei 17:01
    Permalink

    Hallo,
    wie sieht das aus mit der Stabilität? Ich habe etwas Angst, dass der Salatbaum kippt, wenn der Topf nicht groß genug ist. Wie sind da Eure Erfahrungen?
    Welches Rohr habt ihr als Drainagerohr benutzt?
    Möchte dieses Jahr meinen Balkon mit Salat- und Erdbeerbaum bestücken und finde die Anleitung klasse.

    Antwort
  • 13. März 2017 bei 20:58
    Permalink

    Ich bin gerade erst dabei mit so einen kleinen Garten an meinem Balkon anzulegen und wollte mir daher vorher noch online ein paar Tipps holen. Ich denke mit diesem Beitrag bin ich jetzt gut vorbereitet und werde im Frühling mich mal an die Arbeit machen. Vielen Dank.

    Antwort

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