Pikierte Gewürzpaprika und Chili in Weinkiste
Pikierte Gewürzpaprika und Chili in Weinkiste

 

Heute war bei uns Pikiertag. Ja, wir pikieren 😉 Damit haben wir einfach bessere Erfahrungen gesammelt, und gerade bei geringer zur Verfügung stehender Fläche beim Urban Gardening auf dem Balkon ist es umso wichtiger, dass man nur die stärksten und gesündesten Pflänzchen aufzieht. Das spart nicht nur Platz, sondern erhöht auch den Ertrag deutlich. Und letztlich führt es auch noch dazu, dass man später nur Saatgut von den stärksten Pflanzen fürs nächste Jahr lagert.

Unsere Tomatenpflanzen haben wir bereits in der vergangenen Woche pikiert, und nun waren die Gewürzpaprika und die Chilis vom Saatgut aus dem Chaosgarten an der Reihe. Beim Pikieren verhalten sich Paprika, Chili und Tomate relativ ähnlich. Nachdem wir in Aussaaterde gesät hatten, haben wir uns nun überlegt, wieviele Pflanzen der einzelnen Sorten wir für uns und zum Verschenken brauchen und die entsprechende Anzahl ausgewählt.

Gwürzpaprika vor dem Pikieren
Gewürzpaprika und Chili vor dem Pikieren

 

Da wir die Pflanzen auch jetzt noch nicht in die endgültigen Gefäße setzen wollten, haben wir nochmal Pflanztöpfchen aus alten Zeitungen hergestellt. Allerdings dieses Mal viel größer. Dazu haben wir eine Doppelseite einer Zeitung genommen, diese längs halbiert und anschließend mit einer leeren Weinflasche aufgerollt. Also: größer und mit einer Weinflasche, aber ansonsten entsprechend unserer Video-Anleitung (Pflanztöpfchen aus alten Zeitungen).

Diese Pflanztöpfchen haben wir dann mit Erde gefüllt, allerdings nicht besonders hoch, da Tomaten, Paprika und Chili dankbar sind, wenn man sie nach dem Pikieren etwas tiefer einsetzt und das kleine Stämmchen bis einen Zentimeter unterhalb des untersten Blattpaars in die Erde setzt. Das sorgt dann für ein kräftigeres Wachstum.

Ach ja, und natürlich haben wir die Wurzeln jeweils um etwa 1/3 eingekürzt, um das Wurzelwachstum anzuregen. Früher haben wir das in dieser Form nicht gemacht, aber wir haben einige Male den Tipp bekommen und das Ganze dann auch noch im Arche Noah Buch „Handbuch Bio-Balkongarten: Gemüse, Obst und Kräuter auf kleiner Fläche ernten“ nachgelesen. Zwar haben wir auch schon mehrmals gehört, dass das problematisch sein könnte, da die beschädigten Wurzeln ja plötzlich mit nährstoffreicher Erde in Kontakt kommen und „verbrennen“ könnten, doch Probleme dieser Art sind bei uns noch nie aufgetreten. Allerdings benutzen wir auch keine zu stark gedüngte Erde. Das holen wir dann in 14 Tagen mit Brennesseljauche (1/10 im Gießwasser) nach.

Oh, und noch etwas. Wieder ein Tipp aus dem genannten Buch. Die Pflänzchen bekommen jetzt erstmal einige Tage einen schattigeren Standort, da dies ebenfalls zu einem stärkeren Wurzelwachstum führen wird. Schade nur, dass das Wetter derzeit so aussieht, als könnte dieser erwähnte schattigere Standort für die nächsten Tage trotzdem auf der Fensterbank sein …

Außerdem haben wir auch noch unsere Echte Kamille, die Römische Kamille und unsere Bergminze pikiert. Allerdings ist das jeweils etwas unspektakulärer als das Pikieren der Gewürzpaprika und der Chili, da wir die Kräuter jeweils büschelweise pikiert haben. Also haben wir die kleinen Pflänzchen in Gruppen zu je 10 oder 15 getrennt und mit etwas Abstand dann ebenfalls in die Weinflaschen-Zeitungspapiertöpfchen gepflanzt.

So, Ihr Urban Gardener da draußen: Habt Ihr auch noch ein paar gute Pikier-Tipps auf Lager? Dann würden wir uns freuen, wenn Ihr diese mit uns teilen würdet.

Sonntag ist Pikiertag – Gewürzpaprika, Chili, Kamille und Bergminze
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4 Gedanken zu „Sonntag ist Pikiertag – Gewürzpaprika, Chili, Kamille und Bergminze

  • 25. April 2013 um 22:54
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    Ja, ich habe meine Tomaten und Paprika auch pikiert. Bin gespannt, was daraus wird.
    Wo habt Ihr denn die tolle Weinkiste her?

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      • 27. April 2013 um 14:06
        Permalink

        Ja, hätte ich auch gerne welche von… muss mal hier in Ddorf suchen, ob es da auch so liebe Weinhändler gibt… 😉

        Antworten

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