Buchcover - Meine fabelhafte Samengärtnerei
Buchcover – Meine fabelhafte Samengärtnerei

 

Ab heute probieren wir etwas Neues: Wir lesen so viele Bücher zu den Themen Botanik, Gärtnern, Urban Gardening, Guerilla Gardening, Umweltschutz (und schauen gerne passende Dokus), dass wir unseren Lesern diese nicht mehr länger vorenthalten wollen. Dafür führen wir dann direkt auch noch eine Bewertungsskala ein.

Vier von fünf Blumen auf der Attensaat-Skala.
Vier von fünf Blumen auf der Attensaat-Skala.

 

Das erste Buch, das wir hier rezensieren startet direkt mit einer guten Bewertung: vier von fünf Attensaat-Blumen. Weshalb vier Blumen und worum geht es überhaupt in Ulla Hasselmarks „Meine fabelhafte Samengärtnerei: Samen gewinnen, aufbewahren, säen“? Einfach weiterlesen!

Vier von fünf! Dafür muss man schon einiges leisten. Und Ulla Hasselmark erfüllt unsere Erwartungen. Das Thema ist aktueller denn je, denn gerade dieser Tage werden in Brüssel die Weichen für ein neues Saatgutgesetz gestellt, das nur Monsanto, Bayer CropScience, DuPont und den anderen großen Saatgut-Produzenten nutzen wird. Kleine, alte Sorten werden hingegen verdrängt. Wir haben bereits darüber berichtet, aber jeder der die Petition noch nicht unterzeichnet hat, findet hier unseren Artikel „Aufruf! Schützt die Sortenvielfalt! Jetzt Petition unterzeichnen!“

176 Seiten voller Tipps und Kniffe rund um das Thema Saatgut ernten, lagern und säen. Dazu unzählige ansprechende, farbige Fotografien, die die Autorin selbst geschossen hat.

Nach einem kurzen Intro zum Thema allgemein folgen auch schon die verschiedenen Methoden, die es bei der Aussaat gibt: Vom Haus, über Gewächshaus bis Direktsaat, wird jede erdenkliche Aussaatmethode besprochen und mit vielen Tipps erklärt. So war uns beispielsweise die Keimung im Wasser mit anschließender Pflanzung bisher total fremd, aber die Erklärung ist überzeugend. Das werden wir bestimmt ausprobieren und hier über Erfolg oder Misserfolg berichten!

Festgehalten werden muss unbedingt noch, dass sich das Buch größtenteils mit Zierpflanzen befasst. So beschäftigt sich ein Kapitel mit Sommerblumen, eines mit Stauden und eines mit Bäumen. Aber es gibt auch ein Kapitel zu Gemüse und Nutzpflanzen sowie eine Anleitung für die eigenen Sprossengärtnerei auf der Fensterbank.

Zwei Dinge haben unser Herz dann noch etwas höher schlagen lassen: zum einen die Tatsache, dass Ulla Hasselmark vor F1-Hybriden warnt, wenn auch aus anderen Gründen als wir ;). Zum anderen, dass sie hier und da einen kleinen Hinweis zum Guerilla Gardning eingebracht hat. Da haben wir sogar was Neues gelernt, denn wir wussten bisher noch nicht, dass in Haiti Militärflugzeuge eingesetzt wurden, um Millionen von Baumsamen auf unbewohntem, verwüstetem Gebiet abzuwerfen.

Ein kleines Manko bleibt dennoch: Wir hätten uns noch einen Hinweis zu alten Sorten und dem Wert, den vielfältiges Saatgut darstellt, gewünscht. Außerdem empfiehlt die Autorin eine Torfmischung zur Aussaat, was aus unserer Sicht überholt ist, denn unsere Moore brauchen den Torf dringender als wir und wir sollten alle versuchen nur noch torffreie Blumenerde zu verwenden.

Aus unserer Sicht ein gutes Standardwerk für jeden, der sein Saatgut zukünftig selbst vermehren will und noch kein Experte auf dem Gebiet ist. Dazu eine hochwertige Hardcoverausgabe für gerade einmal 16,99 Euro. Alle die sich für das Buch interessieren und es nicht zu ihrem Lieblingsbuchhändler schaffen, finden es hier: Meine fabelhafte Samengärtnerei: Samen gewinnen, aufbewahren, säen

Meine fabelhafte Samengärtnerei – eine Attensaat Rezension
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