Rote Johannisbeeren - köstliche Perlen.
Rote Johannisbeeren – köstliche Perlen.

 

Es ist Beerenzeit! Heute haben wir wieder ein Gelee-Experiment für Euch: roter Johannisbeergelee. Klingt nicht ungewöhnlich, ist es aber. Denn wir haben uns daran erinnert, wie unsere Großeltern damals Gelees und Marmeladen gekocht haben. Nämlich ohne Geliermittel! Johannisbeeren sind für eine solche Zubereitung auf die traditionelle Art dankbare Versuchskaninchen, da sie selbst reich an Pektin sind. Und genau das Pektin wird ja benötigt, damit der Gelee schön fest wird.

So haben wir Gelierzucker einfach durch normalen Zucker ersetzt. Nein – nicht durch weißen raffinierten Zucker, sondern durch Rohrohrzucker. Das Ergebnis hat uns überzeugt: Gelierzucker ist für diesen süß-säuerlichen Johannisbeergelee völlig unnötig.

Die Erntezeit der roten Johannisbeeren ist kurz: nur von Ende Juni bis Ende Juli. Also nicht mehr als ein Monat, um die wunderschön funkelnden Beeren von den Sträuchern zu pflücken und damit köstliche Leckereien zuzubereiten. Für den Johanissbeergelee haben wir etwas mehr als 1 Kilo Johannisbeeren aus dem Bio-Stadtgarten einer Freundin geerntet. Dabei haben wir darauf geachtet, dass die Beeren schön dick und reif waren.

Das braucht Ihr für den Traum aus roten Perlen:

  • ca. 1 kg rote Johannisbeeren
  • Rohrohrzucker
  • 1/2 Bio-Zitrone

 

Man nehme rote Johannisbeeren, Rohrohrzucker und eine Bio-Zitrone.
Man nehme rote Johannisbeeren, Rohrohrzucker und eine Bio-Zitrone.

 

Zubereitung:

Als Erstes wascht Ihr die Johannisbeeren gut ab. Dann streift Ihr die Beeren mit Hilfe einer Gabel von den Rispen und gebt sie in einen großen Topf.

Die Johannisbeeren werden durch Wärme zum Aufplatzen gebracht.
Die Johannisbeeren werden durch Wärme zum Aufplatzen gebracht.

 

Bei geringer Hitze lasst Ihr die Beeren ca. 5 Minuten im Topf zerplatzen und zerdrückt sie anschließend ganz sanft.

Nun gebt Ihr sie durch ein feines Haarsieb und fangt den Saft auf. Die glücklichen Besitzer einer flotten Lotte können diese natürlich auch super dafür nutzen. Wer den Johannisbeergelee noch klarer mag, seiht die Masse durch ein Geschirrhandtuch. Wir haben dieses Mal darauf verzichtet.

Jetzt wiegt Ihr den Saft ab. Bei uns waren es genau 621 Gramm. Genau so viel Rohrohrzucker abwiegen und zusammen mit dem Johannisbeersaft sowie dem Saft einer halben Zitrone in einen Topf geben. Unter Rühren aufkochen. Sobald die Masse kocht, stellt Ihr den Wecker auf maximal 3 Minuten. Dann schnell eine Gelierprobe machen. Bestanden? Sehr gut. Also könnt Ihr den Johannisbeergelee in die sauber ausgekochten Marmeladengläser füllen und diese auf den Kopf stellen, damit sich ein Vakuum bilden kann. So habt Ihr möglichst lange Freude an diesem göttlichen Gelee.

 

Frisch abgefüllt steht der Johannisbeergelee Kopf.
Frisch abgefüllt steht der Johannisbeergelee Kopf.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen und genussvolle Sonntagsfrühstücke mit unserem Johannisbeergelee – diesem Traum aus roten Perlen.

 

 

 

Ein Traum aus roten Perlen – unser Johannisbeergelee
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3 Gedanken zu „Ein Traum aus roten Perlen – unser Johannisbeergelee

  • 17. Juli 2013 um 21:01
    Permalink

    Hallo Attensäterin

    Das hört sich sehr interessant an werde ich auf jeden Fall versuchen (unsere Träuble sind noch nicht reif). Ich habe letztes Jahr Gelee und Marmelade mit Xylitzucker oder Birkenzucker gekocht, der Nachteil damit das Gelee nicht schlecht wird musste ich es einfrieren. (Teilweise damit das Gekochte auch schnittfest wurde habe ich mit Agar Agar nachgeholfen.
    Freu mich schon aufs Ausprobieren.

    LG
    Claudia

    Antworten
    • 17. Juli 2013 um 23:16
      Permalink

      Hallo Claudia,

      ja, warte am besten bis die Beeren so richtig viel Sonne getankt haben, dann sollte ja nichts schiefgehen! Mit Zuckerersatz haben wir noch nie Gelee oder Marmelade gekocht. Unser Anreiz war es in erster Linie mal ausprobieren, wie unsere Großeltern früher eingekocht haben. Der hohe Zuckergehalt sorgt für die Lagerfähigkeit des Gelees. Einfrieren ist hier also nicht nötig.

      Berichte mal von dem Ergebnis. Wir sind gespannt und wünschen gutes Gelingen!

      LG,
      die Attensäterin

      Antworten

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