Zugegeben: Die Idee ist weder neu, noch ist sie von uns. Die Wahrheit ist hingegen, dass meine Eltern dies bereits in den 70er Jahren so praktiziert haben, doch bei vielen Menschen und Gärtnern ist das Thema in Vergessenheit geraten. Aber wovon schreiben wir eigentlich? Es geht darum eine Ananaspflanze in den eigenen vier Wänden zu kultivieren und – als Krönung – dann zwei Jahre später mit etwas Glück sogar eine eigene Ananas zu ernten. Also ein Thema, das in unserem Blog und vor allem in der Kategorie Urban Gardening eine absolute Daseinsberechtigung besitzt.Zugegeben: Die Idee ist weder neu, noch ist sie von uns. Die Wahrheit ist hingegen, dass meine Eltern dies bereits in den 70er Jahren so praktiziert haben, doch bei vielen Menschen und Gärtnern ist das Thema in Vergessenheit geraten. Aber wovon schreiben wir eigentlich? Es geht darum eine Ananaspflanze in den eigenen vier Wänden zu kultivieren und – als Krönung – dann zwei Jahre später mit etwas Glück sogar eine eigene Ananas zu ernten. Also ein Thema, das in unserem Blog und vor allem in der Kategorie Urban Gardening eine absolute Daseinsberechtigung besitzt.

Klingt faszinierend? Das finden wir auch und deshalb hier nun eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anschauen und natürlich wie immer zum Selbermachen. Frei nach dem Motto Reuse, Repair, Recycle, Regrow legen wir also los:

Wir nehmen also einfach eine Ananas aus dem Supermarkt. Dabei muss allerdings auf einige Dinge geachtet werden: Zum einen ist es natürlich sinnvoll auf eine Bio-Ananas zurückzugreifen, da wohl niemand nachher eine Pestizid belastete Pflanze in seiner Wohnung haben möchte. Außerdem soll das Grün der Ananas möglichst frisch und noch nicht welk sein. Im Verlauf der Aufzucht werden allerdings ohnehin alle Blätter der ersten Generation eingebüßt.

Folgende Dinge werden benötigt:

Im ersten Schritt wird die Frucht von ihrem grünen Stiel mit dem Blattwerk getrennt. Häufig wird dieser abgeschnitten aber – und das ist ein hilfreicher Küchen-Tipp – man kann ihn einfach herausdrehen. Nur die Ananas in die eine Hand nehmen und das Grün mit der anderen Hand, die Ananas festhalten und das grüne Blattwerk herausdrehen.Ach ja, die Ananas kann nun übrigens geschält und als Snack während der Arbeit genascht werden.

Der herausgedrehte Stiel der Ananas

Der herausgedrehte Stiel der Ananas

Im nächsten Schritt werden die untersten Blattreihen abgezupft. Kleiner Tipp: Die Blätter wachsen kreisförmig und es ist am leichtesten, die Blätter in eben dieser Reihenfolge zu entfernen. Der freigelegte Bereich sollte etwa 1,5 bis 2,5 cm groß sein.

Der gerupfte Ananasstiel

Der gerupfte Ananasstiel

Nun wird noch das Fruchtfleisch, das sich an dem Ananasstrunk befindet, entfernt. Das ist wichtig, da es sonst schnell zu Schimmelbefall kommen kann, während die Pflanze im Wasser steht, um Wurzeln zu schlagen. Allerdings auch keine sonderlich schwierige Angelegenheit mit dem bereitgelegten Messer.

Die Ananas wird vom Fruchtfleisch befreit

Die Ananas wird vom Fruchtfleisch befreit

Anschließend wird die Ananas für einige Stunden auf die warme (nicht heiße!) Heizung gelegt. So schließen sich die Verwundungen der Pflanze und trocknen ein. Auch dies verringert wieder das Schimmelrisiko. Die Ananas ist bereit für das Wasser, sobald sich der untere, bearbeitete Bereich trocken anfühlt. Nun wird der grüne Abschnitt der Ananas in ein Glas mit Wasser gestellt.

Ananas im Glas zur Wurzelbildung

Ananas im Glas zur Wurzelbildung

Und jetzt ist Geduld gefragt. Wir haben das schon einige Male gemacht und die Wurzelbildung kann locker zwei bis vier Wochen dauern. Zwischendurch sollte das Wasser immer wieder gewechselt werden. Außerdem muss aufgepasst werden, dass die grünen Blätter nicht im Wasser sind, der bearbeitete Bereich hingegen immer.  Sobald die Ananaspflanze nun eine ausreichend Wurzeln ausgebildet hat, kann sie endlich eingetopft werden. Und bitte nicht wundern: Es ist gut möglich, dass die kleine Pflanze sämtliche der alten Blätter nach und nach verliert. Die neuen Blätter sind übrigens viel länger und schmaler als die alten. Und dann gleich noch ein Bild von unserem kleinen Ananas-Zögling. Allerdings vier Monate später. Die alten Blätter sind zwar nicht mehr so schön, aber das spielt keine Rolle. Die neuen Blätter sind viel länger und machen den eigentlichen Charakter der Pflanze aus! Dann bleibt uns eigentlich nichts mehr übrig, außer viel Spaß und viel Erfolg mit Euren eigenen kleinen Ananas-Experimenten zu wünschen.

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