Die getrockneten Chilischoten im Dörrgerät
Die getrockneten Chilischoten im Dörrgerät.

 

Eigentlich sagt die Headline nicht ganz die Wahrheit, denn wir haben in diesem Jahr bereits versucht Paprikapulver herzustellen und sind dabei gescheitert. Die Trocknung im Backofen hat nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Auch nach gefühlten unzähligen Stunden blieb noch zu viel Restfeuchtigkeit in den kleinen Paprikastückchen, sodass sie nicht zu Pulver verarbeitet werden konnten.

Aufgrund der vielen Kommentare, die uns dazu geraten haben, unsere Chiliernte zumindest teilweise zu Chilipulver zu verarbeiten, haben wir uns dann entschieden dem Projekt eine zweite Chance zu geben.

Allerdings wollten wir nicht wieder denselben Fehler machen, und da wir ohnehin noch viele Trocknungsprojekte im Hinterkopf haben, haben wir uns kurzerhand ein Dörrgerät zugelegt. Keine Angst, keinen Attila-Hildmann-ich-kann’s-mir-ja-leisten-500-Euro-Dörrautomaten. Wir haben uns für ein günstiges Model von Severin entschieden. Dieser Obst-Dörrautomat kostet nur 39 Euro. Und das Ergebnis überzeugt uns bisher vollkommen.

Die Trocknung der Chilischoten ist in vollem Gange.
Die Trocknung der Chilischoten ist in vollem Gange.

 

Das Trocknen war dann auch ein Kinderspiel. Wir haben die Chilischoten dafür längs halbiert und entkernt. Anschließend drei oder vier Stunden im Dörrautomaten getrocknet. Das Ergebnis ist überzeugend. Die Chilischoten lassen sich ganz einfach zu Pulver zerreiben. Die Anschaffung hat sich also gelohnt. Ganz abgesehen davon, dass der Dörrautomat über fünf Etagen verfügt, und so viel effizienter trocknet als ein Backofen mit offen stehender Tür.

Mal sehen, was wir als nächstes trocknen werden. Wir dachten an Äpfel oder Tomaten … habt Ihr noch eine Idee oder ein gutes Rezept zum Trocknen für uns? Dann immer her damit!

Chilipulver selber machen – ein erster Versuch
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6 thoughts on “Chilipulver selber machen – ein erster Versuch

  • 7. November 2013 bei 15:36
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    Wir trocknen die Chilis kleingeschnitten – bei kleinen Schoten halbiert – auf Tellern an der Luft. Jetzt wo der Holzofen öfter an ist, kann man die Wärme nuzen, dann geht es schneller. Nach einigen Tagen sind die Stücke trocken, allerdings nicht so trocken, dass man sie mit den Fingern zerreiben kann. Sie werden dann nach Bedarf mit einer elektischen Kaffeemühle gemahlen.

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    • 10. November 2013 bei 15:18
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      Einen Holzofen haben wir leider nicht, aber das ist natürlich eine noch bessere Möglichkeit :)

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  • 10. November 2013 bei 21:13
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    Hallo
    Ich habe einen Dörrapparat, da werden zur Zeit Goji , die letzten Zwetschgen, Birnen, Äpfel , Quittenschalen und Chilies gedörrt. Früher habe ich den Backofen bei niedriger Temperatur und ganz leicht geöffnet als Trocknungsgerät benutzt.
    Liebe Grüße
    Claudia

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    • 11. November 2013 bei 15:09
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      Getrocknete Tomaten:Die Restfeuchte entfernt man indem die Tomaten mit der offenen Seite nach unten auf saugfähiges Papier (Serviette) legt. Anschließend werden die Tomatenhälften mit der offenen Seite nach oben in den Dörrautomat gelegt.Mit Basilikum und Salz bestreuen. Bei 70° , 5-14 Stunden, Gitter wieder ab und zu tauschen.
      (ich nehme am liebsten meine Johannisbeertomaten)
      Bohnen habe ich auch schon getrocknet aber die muss man vor Gebrauch sehr lange einweichen.

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  • 2. Dezember 2013 bei 15:28
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    Ich habe dieses Jahr schwarze Johannisbeeren sehr lange am Strauch ausreifen lassen, und dabei sind wegen des schönen Sommers einige vertrocknet, also zu so einer Art Rosinen geworden. Total lecker! Vielleicht auch für Euch ein Tipp für die nächste Saison :-)

    Herzlichst
    Michael

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  • 27. März 2015 bei 20:09
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    Ich trockne am liebsten Cayenne Chilis und rote Habaneros im Dörrgerät und zermahle sie hinterher grob zu Chiliflocken. So ist die Schärfe noch recht gut ertragbar und die Mischung hat ein wunderbares Aroma.

    Wenn man die Chiliflocken dann in eine Gewürzmühle aus Glas füllt, dann machen die Chiliflocken echt optisch was her :)

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