Regenwasser als Gießwasser?

Regenwasser als Gießwasser?

Die Agrarindustrie entsorgt immer mehr Gülle aus riesigen Ställen auf den Feldern. Diese werden deutlich überdüngt und dies schadet sowohl Pflanzen als auch Umwelt. Die überflüssigen Stickstoffe landen als giftiges Nitrat schließlich im Grundwasser und damit auch in unserem Trinkwasser. Eine aktuelle Campact-Aktion „Gegen Gülle im Trinkwasser“ fordert strengere Richtlinien und sollte von Euch allen unterstützt werden. Hier geht’s zur Aktion: Gegen Gülle im Trinkwasser.

Grund genug, sich auch mal ausgiebig mit dem Thema Wasser auseinander zu setzen. Denn auch die Frage nach dem Gießwasser spielt gerade beim urbanen Gärtnern eine große Rolle. Aber was genau ist „gutes“ Gießwasser und welche Möglichkeiten gibt es, wenn nicht auf Leitungswasser oder eventuell belastetes Grundwasser zurückgegriffen werden soll? Wie so oft beim urbanen Gärtnern gibt es keine generelle Antwort; alles hängt von den örtlichen Begebenheiten ab. Wer nur über sehr wenig Platz wie bspw. einen kleinen Balkon verfügt, der wird es schwer haben genug Regenwasser aufzufangen. Stattdessen ist man dann auf Leitungswasser angewiesen. Ein kleines Gartengrundstück kann hingegen schon ausreichen, um einen Brunnen zu bohren und Grundwasser zu nutzen. Allerdings ist dies unter Umständen genehmigungs- oder anzeigepflichtig. Einfacher ist hingegen das Auffangen von Regenwasser. Wenn man über ein eigenes Dach verfügt, hier starke Verunreinigung durch Dachbelag und Regenrinnen ausschließen kann, dann wäre eine Regentonne eine Überlegung wert. Kleiner Tipp zwischendurch: Eine Regentonne sollte unbedingt abgedeckt werden – sonst verderben die vielen Mücken, die sich darauf nieder und ihre Brut darin aufwachsen lassen eventuell viele schöne Sommerabende.

Noch einen Schritt weiter als eine Regentonne geht eine eigene Zisterne. Wasser kann so nicht nur zum Gießen, sondern auch im Haushalt genutzt werden. Was die wenigsten wissen: Solche modernen Zisternen gibt es nicht nur aus Plastik, sondern auch aus Beton, bspw. bei der BENZ24 Rubik für Zisternen. Ein nachhaltiger und vor allem ressourcenschondender Ansatz. Und die Pflanzen werden es danken, denn Regenwasser hat aufgrund der geringen Wasserhärte einen sehr niedrigen Kalkgehalt – das begrüßen viele Pflanzen wie zum Beispiel Rhododendren und Kamelien! Leider schützt auch eine Zisterne nicht vor Chlor – während es im Leitungswasser noch zugesetzt wird, finden sich leider in Industriestaaten auch viele verschiedene Chlorverbindungen im Regenwasser und letztlich auch im Grundwasser.